Die Geschichte des Schlosstheaters in Bärnau

Ich habe eine ganz besondere Beziehung zu dem Gebäude in der Schlossgasse 1 in Bärnau.

 

Denn das als Schlosstheater bekannte Haus wurde von meinem Opa Josef Fehr gebaut. Er war es auch, der darin ein Lichtspielhaus mit Platz für 230 Zuschauer einrichtete und viele Jahrzehnte erfolgreich betrieb. Das Herzstück waren zwei Ernemann VIII-Maschinen und eine Dominar Tonfilmwiedergabe-Anlage. Damals State of the Art, wie man heute so schön sagt.

 

Am Freitag, den 28. März 1958, um 16:30 Uhr surrte das erste Mal ein 35 mm Filmstreifen durch den Projektor. Der Premierenfilm damals: "Die Trapp-Familie". Unzählige Klassiker der Filmgeschichte würden bis Ende der 1990er folgen. Am 6. Oktober 2018, also sechs Dekaden nach der Eröffnung, flimmerte in einer Abschiedsvorstellung mit "Willi wird das Kind schon schaukeln" – dem Heinz Erhardt Kultstreifen – der letzte Film über die große Leinwand.

 

Selbst als das Schlosstheater in den letzten Jahren geschlossen war, hat meine Familie das Kino samt Einrichtung und Technik gepflegt und top in Schuss gehalten. So steht das Schlosstheater auch 60 Jahre nach der ersten Premiere noch "wie aus dem Ei gepellt" da und versprüht noch immer ein besonderes Flair. Viel zu schade, um das Gebäude ein ungenutztes Dasein fristen zu lassen!

 

Daher habe ich mich entschlossen, dem Schlosstheater nicht nur neues Leben einzuhauchen, sondern auch gleichzeitig einen Lebenstraum von mir zu verwirklichen. Aber ich tue es nicht nur für mich. Ich mache es auch für meine Eltern Ulrike und Josef Knott, die mich immer unterstützt haben. Und vor allem zu Ehren meiner Großeltern, ganz besonders meinem Opa Josef Fehr. Ich bin sicher, er sieht jetzt von oben herab und schaut zu, was ich hier mache. Und ich hoffe, dass er eines Tages, wenn wir uns wiedersehen, sagt: "Des houst goud g'macht, Bou".

 

Ich baue das alte Kino nun zu einem exklusiven Veranstaltungsort um. Dort werde nicht nur ich als Zauberer eine Bühne finden, sondern ich möchte das Schlosstheater auch teilen – zum Beispiel für exklusive Firmen- oder Privatfeiern.

 

Die nostalgische Atmosphäre soll auch bei dem Umbau in eine Showbühne mit Lounge und Bar weiterhin bewahrt werden. Darauf lege ich viel Wert. Vieles vom Interieur, vor allem im Eingangsbereich, werden daher erhalten bleiben. Im neuen Schlosstheater werde ich Sie dann in eine neue, magische Welt entführen.

 

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